Abtei St. Georg in Weltenburg

Kursprogramm 2017


Programm Philosophisches Seminar 19-08-26-08-2017Download Flyer im PDF-Format (~ 408 KB)

1. Philosophisches Seminar
13.01.-15.01.2017

Prof. Dr. Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz mit Prof. Dr. Hans-Bernhard Wuermeling

Brennpunkt Sexualität Sexualität betrifft den ganzen Menschen. Sie betrifft weit über den physischen Rahmen hinaus auch Gefühl und Erkenntnis, Kultur und Religiosität. Sexuelle Entwicklung ist Teil der Identitätsentwicklung der einzelnen Person und wesentlich für Beziehungsfähigkeit. Im Gegensatz zum Tier lässt sich menschliche Sexualität nicht auf Triebbefriedigung verkürzen. Als vitale persönlichkeitsprägende Lebenskraft des Menschen ist sie zugleich Gabe und Aufgabe, da sie zu verantworten ist. Als Leibsprache ist sie gleichzeitig auch störanfällig und kann missverstanden werden. Um zu einem glücklichen Leben beizutragen, muss Sexualität als Sprache der Liebe erlernt, müssen ihre Gesetzmäßigkeiten berücksichtigt werden.

 

Beginn 18:00 Uhr | Ende 13:30 Uhr
Ü/VP EZ EUR 126,00 | ZBZ EUR 118,00 pro Person
zzgl. Kursgebühren EUR 65,00

 

 

2. Schweigeexerzitien für Priester und Diakone
13.-17.03.2017

Prälat Prof. Dr. Ludwig Mödl

Magnificat
Der Lobgesang Mariens als Anregung für das geistliche Leben.
In den Exerzitien soll der Lobgesang Mariens als Leifaden dienen. Die zum großen Teil aus dem Alten Testament zitierten Sätze bringen die ganze Heilsgeschichte zu Wort, die in den Meditationen aufleuchten und zum Anlass werden sollen, das eigene Leben durchzubeten und das persönliche "Fiat" zu erneuern.

 

Beginn 16:30 Uhr | Ende 09:00 Uhr nach dem Frühstück
Ü/VP EZ EUR 234,00
zzgl. Kursgebühren EUR 81,00

 

 

3. Ökumene-Seminar
17.-19.03.2017

Ministerpräsident a. D. Dr. Günther Beckstein

10 Gebote – heute noch aktuell
Die Gebote sind eine wunderbare Ordnung des Zusammenlebens. Für mich sind sie die Grundlage vieler moderner Regelungen, viel besser als die vielen Gesetze, die wir heute haben müssen. Menschwürde als Siegelbild für den persönlichen Gott, Feiertagsschutz, Lebensschutz aber auch die soziale Marktwirtschaft lassen sich von den Geboten ableiten. Reformation – Trennung in alle Ewigkeit?
Bedeutung der Reformation heute – Sprache, moderne Medien, Individualisierung des Gewissens sind Eckpfeiler der Neuzeit. Ökumene wurde von der Politik in Deutschland vorbereitet (Union anstelle konfessioneller Parteien in Weimar). Wie weit wird die Ökumene gehen? Abendmahlsgemeinschaft? Wieder eine Kirche? Menschenwürde und -rechte als Ausfluß des christlichen Menschenbildes. Inklusion, Gleichberechtigung, aber auch die Flüchtlingsproblematik werden diskutiert. Islam in Deutschland: unterschiedliche Richtungen (Ditib, Milli Görüş, Salafisten usw.) Islam und Gewalt? Politischer Islam? Angst vor Islamisierung. Das 4. Gebot als Grundlage der modernen Sozialpolitik, insbesondere der Sozialversicherungen. Wie werden diese unter der demografischen Entwicklung zukunftsfest gemacht? 7.+ 9. + 10. Gebot: Schutz des Eigentums, aber nicht grenzenloser Neid, also kein Kapitalismus pur. Soziale Marktwirtschaft als Entsprechung für christliche Sozialethik. Schutz von Schwachen - und Toleranz als Grundlage des Sozialstaates. Baustelle Europa  - gibt es ein gemeinsames Fundament? Europa ist in der Krise, wie geht es weiter? Was sind die gemeinsamen Grundlagen, sind diese heute noch tragfähig?

 

Beginn 18:00 Uhr | Ende 13:30 Uhr
Ü/VP EZ EUR 126,00 | ZBZ EUR 118,00 pro Person
zzgl. Kursgebühren EUR 85,00

 

 

4. Bibel-Seminar
24.-26.03.2017

Prof. Dr. Klaus Berger
Die zehn Gebote gelten als Eckpfosten christlicher Werte. Unter allen Gebotslisten werden nur sie im Alten Testament gleich doppelt überliefert. Das frühe Judentum und die christlichen Kirchen bauen bis heute ihre Katechismen auf. Wie konnte es dazu kommen? Aber wie kommt es, dass „die“ Zehn Gebote im Ganzen in den ersten 150 Jahren Christentum nicht zitiert werden? Und was geschieht mit ihnen eigentlich in der Bergpredigt? Wie konnte es dazu kommen, dass sie dennoch so zentral wurden? Und was genau ist mit dem Sabbatgebot geschehen? Und reichen die Zehn Gebote wirklich (noch) zum Aufbau einer Moral? Wie ist ihr Verhältnis zum Liebesgebot? Was ist mit den einzelnen Geboten nach dem Wortlaut gemeint? Geschieht es zu Recht, dass man jeder jungen Generation vorhält, sie missachte das vierte Gebot? Die Vorwürfe steigern sich dann bekanntlich so, dass das alle jungen Leute unter Generalverdacht stellt, das zentrale (?) Dekaloggebot, nämlich das sechste, ständig zu übertreten. Und welches Menschenbild steht je nach dem Lauf der Jahrhunderte hinter dem Verbot des Begehrens, dem die wichtige Schlussposition zufällt? Aus meiner Sicht ist das wichtigste der Zehn Gebote das Erste.

 

Beginn 18:00 Uhr | Ende 13:30 Uhr
Ü/VP EZ EUR 126,00 | ZBZ EUR 118,00 pro Person
zzgl. Kursgebühren EUR 85,00

 

 

5. Kloster-Wochenende
07.-09.04.2017

Br. Michael Gebhart OSB
"Auf das Gott in allem verherrlicht werde"
Wir beschäftigen uns in diesen Tagen mit vielen Fragen rund um das Ordensleben: Warum gibt es Orden - davon steht doch nichts in der Bibel?
Wie unterscheiden sich die vielen Gemeinschaften und Regeln? Was bedeutet die Ordenskleidung? Wie wird man Mönch? Gerne wird auch auf Ihre Fragen eingegangen. Darüber hinaus nehmen wir an den Gottesdiensten und Gebetszeiten der Mönche teil und erhalten einen kleinen Einblick in das klösterliche Leben. Ein weiterer Schwerpunkt wird die Erschließung unserer Abteikirche, dem Herzstück unseres Klosters sein.

 

Beginn 18:00 Uhr | Ende 13:30 Uhr
Ü/VP EZ EUR 126,00 | ZBZ EUR 118,00 pro Person
zzgl. Kursgebühren EUR 35,00

 

 

6. Osterkurs
13.-17.04.2017

Diakon Xaver Käser
"Deinen Tod, o Herr, verkünden wir, und deine Auferstehung preisen wir."
Im Mittelpunkt dieser Tage steht die Feier von Tod und Auferstehung Jesu. Im Stundengebet, das wir in der Hauskapelle des Gästehauses feiern, tauchen wir in die Welt der Psalmen ein, und in den großen Gottesdiensten, die wir zusammen mit dem Konvent der Benediktiner in der Klosterkirche feiern, soll die Liturgie der Kirche in ihrer vollen Schönheit und Länge erlebbar werden. Die Liturgie wird getragen von der „Wies-Schola“, die den gregorianischen Choral und deutsche Liturgiegesänge pflegt. Die Teilnehmer bilden aber auch selbst einen gemischten Chor und tragen so zur Festlichkeit der Liturgie aktiv bei.
Geistliche Impulse werden bei der Vorbereitung der Gottesdienste gesetzt. Glaube, Musik, Liturgie und Leben bilden hier eine Einheit, wie sie in einer durchschnittlichen Pfarrgemeinde nicht erlebt werden kann.

 

Beginn 17:30 Uhr | Ende 10:30 Uhr
Ü/VP EZ EUR 234,00 | ZBZ EUR 218,00 pro Person - für Kinder und Jugendliche können Ermäßigungen angefragt werden!

 

 

7. Kunsthistorisch-Theologisches Seminar
21.-23.04.2017

Prof. Dr. Melanie Luck von Claparède
Das Werden christlich-sakraler Bilder von den Anfängen bis zum 6. Jh.
Christliche Archäologie nannte man bis zu den Forschungen W.F. Volbachs die Jahrhunderte der geistigen Auseinandersetzung der Antike mit dem Christentum, manifestiert in den Malereien der Katakomben in Rom bis zu den Mosaiken in Ravenna; in Goldgläsern, Sarkophagen, liturgischen Geräten, Elfenbeintafeln und Buchmalerei. Eine besondere Stellung nehmen in dieser Frühzeit seit dem Mailänder Toleranzedikt Kaiser Konstantins im Jahre 312 die Textilien ein, die koptischen, syrischen und byzantinischen Stoffe. Die Kunst des Frühen Christentums, eine der interessantesten Epochen der Menschheitsgeschichte, veranschaulicht gleichsam das Werden des Abendlandes mit der Verbreitung des christlichen Glaubens, aus dem Osten kommend, aus Syrien und Ägypten, nach Rom und Byzanz.
An ausgewählten Beispielen werden wir versuchen, diesen Weg nachzuvollziehen.

 

Beginn 18:00 Uhr | Ende 13:30 Uhr
Ü/VP EZ EUR 126,00 ZBZ EUR 118,00 pro Person
zzgl. Kursgebühren EUR 100,00

 

 

8. Choralkurs (Folge 16)
05.-07.05.2017

Prof. Stephan Zippe
Der Gregorianische Choral ist der der römischen Liturgie eigene Gesang.
Die Einstimmigkeit verleiht diesen Gesängen schon beim ersten Hören einen besonderen Charme. Welche Ausdruckskraft in ihnen steckt, das soll in diesem Kurs für die Teilnehmer erfahrbar werden. Im Mittelpunkt steht das gemeinsame Singen, daneben wird auch notwendiges Grundwissen vermittelt. Am Sonntagvormittag ist die musikalische Mitgestaltung der Eucharistiefeier in der Klosterkirche geplant. In diesem Zusammenhang sind in den Kursablauf immer wieder Stimmbildungseinheiten vorgesehen.
Neben allgemein Wissenswertem aus der Gregorianik liegt ein Schwerpunkt der Arbeit auf der rhythmischen Ausführung der Gesänge. Die Gregorianische Semiologie liefert heute das Knowhow dazu.
Voraussetzungen für die Kursteilnahme sind Interesse am Gregorianischen Choral und Freude am Umgang mit der eigenen Singstimme. Theoretische Kenntnisse dürfen gerne mitgebracht werden, sind für eine Teilnahme aber nicht unbedingt erforderlich.

 

Beginn 18:00 Uhr | Ende ca. 13:30 Uhr
Ü/VP EZ EUR 126,00 | ZBZ EUR 118,00 pro Person
zzgl. Kursgebühren EUR 65,00

 

  • Dieser Kurs wird auf Antrag als Studienwochenende bei der Ausbildung Liturgie im Fernkurs des Deutschen Liturgischen Instituts in Trier anerkannt.

 

 

9. Kunsthistorisch-Theologisches Seminar
09.-11.06.2017

Prof. Dr. Melanie Luck von Claparède
STUPOR MUNDI – Das Staunen der Welt
Kunst und Architektur um Friedrich II. von Hohenstaufen im Römisch Deutschen Reich und im Königreich Sizilien. Stupor mundi, das Staunen der Welt, nannten schon die Zeitgenossen Friedrich II.
Die Zeit Kaiser Friedrichs II. (1194 – 1250), das Hohe Mittelalter, ist geprägt von Kreuzzügen und Machtkämpfen zwischen Papst und Kaiser, von Frömmigkeitsidealen des Franz von Assisi und der Elisabeth von Thüringen. Die Künste spiegeln die fruchtbare Wechselwirkung zwischen sinnlichem, erfindungsreichem Orient und rational werdendem Europa. All das komprimiert in der schillernden Gestalt Friedrichs II., gegensätzlich wie die beiden Seiten einer Münze.
Schatzkunst und Kunsthandwerk. Die Künste am Sizilischen Hof. Gold und Elfenbein, Glas und Bergkristall, Seide und Perlen. Der kaiserliche Ornat. Islamisches Kunsthandwerk und christlich-orthodoxe Kultobjekte. Friedrich II. als Bauherr: die Kastelle von Bari, Foggia, Lucera und Castel del Monte. Buchkunst und Wissenschaft. Das Falkenbuch. Die großen normannischen Sakralbauten und ihre Mosaiken: Palermo, Monreale, Cefalù.
Wir werden - schmerzlich! - daraus eine Auswahl treffen müssen.


Beginn 18:00 Uhr | Ende 13:30 Uhr
Ü/VP EZ EUR 126,00 | ZBZ EUR 118,00 pro Person
zzgl. Kursgebühren EUR 100,00

 

 

10. Hildegard-Seminar
07.-09.07.2017

Sr. Hiltrud Gutjahr OSB (Abtei St. Hildegard / Eibingen)
„Lass es grünen, wo du bist“ Hildegard von Bingen spricht in all ihren Werken über die Grünkraft, die Lebenskraft und damit über das Heil des Menschen. Sie zeigt uns Heilmittel aus der Schöpfung und spricht über die Heilmittel der Kirche, den Sakramenten.
Elemente: Meditationen und verschiedene Texte der hl. Kirchenlehrerin sollen uns auf unserem Lebensweg helfen, auf dem Weg der Heilung und Heiligung voranzuschreiten.

 

Beginn 18:00 Uhr | Ende 13:30 Uhr
Ü/VP EZ EUR 126,00 | ZBZ EUR 118,00
pro Person zzgl. Kursgebühren EUR 75,00

 

 

11. Ikonenmalkurs
10.-12.07.2017

Pfr. Yordan Pashev
Die Ikone ist das Kultbild der orthodoxen Kirche. Lassen Sie sich von der Faszination der Ikone verführen. Beschäftigen Sie sich mit ihrem religiösen und geschichtlichen Hintergrund, um dann selber zum Pinsel zu greifen. Sie werden mit der Technik der Ikonenmalerei vertraut gemacht und auf eine Reise zu den traditionellen Denkmälern der Ikonenmalerei geführt. Nach dem Kurs können Sie Ihre selbst geschaffene Ikone mitnehmen.
Am Sonntag wird ein Orthodoxer Gottesdienst gefeiert - mit Segnung der Ikonen
Material kann beim Kursleiter bezogen werden. Kosten je nach Aufwand EUR 10,00 – 20,00.

 

Beginn 18:00 Uhr | Ende ca. 13:30 Uhr
Ü/VP EZ EUR 126,00 EUR ZBZ EUR 118,00
pro Person zzgl. Kursgebühren EUR 95,00

 

 

12. Kalkmalerei /Fresko
12.-14.07.2017

Pfr. Yordan Pashev
Die Wandmalerei gehört zu den frühesten Kulturleistungen der Menschheit.
Im Laufe ihrer Jahrtausende alten Geschichte hat sich diese Malkunst nicht nur stilistisch, sondern auch in ihren Techniken in großer Vielfalt entwickelt. Unter den verschiedenen Verfahren gewann das Fresko (ital. dipingere al fresco = Malen ins Frische) besondere Bedeutung. Im Kurs können Sie sich diese Technik aneignen, mit in Wasser angerührten Farbpigmenten auf noch feuchtem Kalkputz Ihr Bild malen und anschließend Ihre selbst geschaffene Tafel mit nach Hause nehmen.
Material kann beim Kursleiter bezogen werden. Kosten je nach Aufwand EUR 10,00 – 20,00.

 

Beginn 18:00 Uhr | Ende ca. 13:30 Uhr
Ü/VP EZ EUR 126,00 EUR ZBZ EUR 118,00 pro Person
zzgl. Kursgebühren EUR 95,00

 

 

13. Ikonenmalkurs - bereits ausgebucht - Anmeldung auf Warteliste möglich!
14.-16.07.2017

Pfr. Yordan Pashev
Die Ikone ist das Kultbild der orthodoxen Kirche. Lassen Sie sich von der Faszination der Ikone verführen. Beschäftigen Sie sich mit ihrem religiösen und geschichtlichen Hintergrund, um dann selber zum Pinsel zu greifen. Sie werden mit der Technik der Ikonenmalerei vertraut gemacht und auf eine Reise zu den traditionellen Denkmälern der Ikonenmalerei geführt. Nach dem Kurs können Sie Ihre selbst geschaffene Ikone mitnehmen.
Am Sonntag wird ein Orthodoxer Gottesdienst gefeiert - mit Segnung der Ikonen
Material kann beim Kursleiter bezogen werden. Kosten je nach Aufwand EUR 10,00 – 20,00.

 

Beginn 18:00 Uhr | Ende ca. 13:30 Uhr
Ü/VP EZ EUR 126,00 EUR ZBZ EUR 118,00 pro Person
zzgl. Kursgebühren EUR 95,00

 

 

14. "Bibel, Spiritualität und Kunst."
30.07.-04.08.2017

Prof. Dr. Franz Sedlmeier & Prof. Dr. Wolfgang Vogl
Jona - ein Prophet im Bauch des Fisches Die Jonaerzählung ist sehr bekannt. Sie findet sich in vielen Kinderbibeln. In Kinderbibeltagen wird dieser Erzählstoff gerne aufgegriffen. Das ist erfreulich. Doch besteht mitunter die Gefahr, die Botschaft dieser biblischen Erzählung zu verharmlosen. Geht es in diesem Buch doch um die schicksalhafte Frage, worin der Auftrag des Gottesvolkes vor der Völkerwelt besteht. Diese wichtige Frage wird im Jonabuch auf dramatische Weise entfaltet. Das Neue Testament greift mehrfach auf die Gestalt des Jona zurück und deutet sie auf Jesu Sterben und Auferstehung. So ist es nur verständlich, dass christliche Spiritualität und christliche Kunst immer wieder auf Jona zu sprechen kommen, um durch ihn grundlegende Aspekte der christlichen Botschaft zu veranschaulichen. Der Prophet Jona verbindet und unterscheidet zugleich Judentum, Christentum und Islam: Grund genug, sich mit diesem biblischen Buch und seiner Rezeptionsgeschichte zu beschäftigen.
Der Wochenkurs stellt (1) Aufbau und Theologie des Jonabuches vor, führt ein (2) in die Deutung der Jonagestalt in der Geschichte der Spiritualität und (3) zeigt beispielhaft auf, wie Motive aus dem Jonabuch in der darstellenden Kunst realisiert werden. Schließlich soll (4) die Frage nach der Bedeutung des Jonabuches für Judentum und Islam zur Sprache kommen.

 

Beginn: 18:00 Uhr | Ende: 09:00 Uhr nach dem Frühstück
Ü/VP EZ EUR 297,00 EUR ZBZ EUR 277,00 pro Person (Studenten in einfachen Zimmern ermäßigt, Preis auf Anfrage)
zzgl. Kursgebühren EUR 130,00

 

 

15. Philosophisches Seminar

Programm, weitere Infos und Anmeldekarte auch hier zum Download.

19.-26.08.2017

Prof. em. Dr. Norbert Fischer & Prof. Dr. Maximilian Forschner
  Gott und die Freiheit des Willens: Texte von Augustinus und Immanuel Kant.

In Anknüpfung an die philosophischen Seminare zu Augustinus (2000-2004), Immanuel Kant (2005-2008) und anderen Autoren (Martin Heidegger, Emmanuel Levinas und Meister Eckhart) wird für 2017 ein Seminar angeboten, das zwei große Autoren ins Gespräch bringt, nämlich zu den vielleicht wichtigsten und am stärksten umkämpften Zentralfragen der Philosophie in der abendländisch-christlichen Tradition, unter dem Titel: »›Gott‹ und die ›Freiheit des Willens‹«. Diese Fragen, deren Beantwortung für die von Augustinus und Kant erneut betonte Rationalität der Theologie entscheidend ist (und die wir beide in der christlichen Theologie angelegt finden), stehen auch im Zentrum des immer dringlicher werdenden interreligiösen Dialogs.
Das Seminar konzentriert sich in Vorträgen, in gemeinsamer Lektüre und Diskussion auf Hauptschriften Augustins und Kants zum Thema, nämlich mit ausgewählten Textabschnitten aus Augustinus: Die wahre Religion (De vera religione); Der freie Wille (De libero arbitrio); sodann aus Immanuel Kant: Grundlegung zur Metaphysik der Sitten, Kritik der praktischen Vernunft, Metaphysik der Sitten.


 

Quellentexte zur Lektüre:

  • Augustinus: De libero arbitrio – Der freie Wille. Eingeleitet, übersetzt und hg. von Johannes Brachtendorf. Paderborn: Schöningh 2006.
    Immanuel Kant: Werke in sechs Bänden. Hg. von Wilhelm Weischedel (1960); überprüfte Ausgabe. Darmstadt: WBG 51983.

Einführungen zum Thema:

  • Norbert Fischer (Hg.): Die Gnadenlehre als ›salto mortale‹ der Vernunft? Natur, Freiheit und Gnade im Spannungsfeld von Augustinus und Kant. Freiburg/München: Karl Alber 2012.
  • Norbert Fischer; Jakub Sirovátka (Hg.): Vernunftreligion und Offenbarungsglaube. Zur Erörterung einer seit Kant verschärften Problematik. Freiburg: Herder 2015.
  • Norbert Fischer: Zum Sinn von Kants Grundfrage: »Was ist der Mensch?« Das Verhältnis von Kants Denken zur antiken Metaphysik, Ethik und Religionslehre im Blick auf Platon, Aristoteles und Augustinus. Mit einem Nachtrag zur Metaphysikkritik Heideggers. In: Zeitschrift für philosophische Forschung 70 (2016), 493-526.
  • Rudolf Langthaler: »Moralische Selbsterkenntnis« – die Idee des »völligen Bewußtseins seiner selbst« – der Herzenskündiger«: Aspekte des Themas »Endlichkeit und Transzendenz« in Kants Religionsphilosophie. In: Jakub Sirovátka (Hg.): Endlichkeit und Transzendenz. Perspektiven einer Grundbeziehung. Hamburg. Meiner 2012, 95-118.
  • Rudolf Langthaler: »Worauf Vernunft hinaussieht«. Eine Leitperspektive in der Entfaltung der Idee des »Reichs der Zwecke« bei Kant. In: Bernd Dörflinger, Günter Kruck (Hg.): Worauf Vernunft hinaussieht. Kants regulative Ideen im Kontext von Teleologie und praktischer Philosophie. Hildesheim: Olms 2012, 49-73.

 

In Kooperation mit dem "Erbacher Hof - Akademie des Bistums Mainz In Kooperation mit dem "Erbacher Hof - Akademie des Bistums Mainz

 

 

 

 

Beginn: 18:00 Uhr | Ende: 09:00 Uhr nach dem Frühstück
Ü/VP EZ EUR 423,00 EUR ZBZ EUR 395,00 pro Person (Studenten in einfachen Zimmern ermäßigt, Preis auf Anfrage)
zzgl. Kursgebühren EUR 107,00 EUR

 

 

16. Liturgie-Seminar
13.-15.10.2017

MA Albert J. Urban
Einführung in das Stundengebet. Geschichte, Formen und heutige Angebote für Laien als Einzelbeter oder in kleinen Gruppen. Wer zum ersten Mal an einem Stundengebet teilnimmt oder das Stundenbuch aufschlägt, fühlt sich oft zunächst überfordert von der Vielfalt der verschiedenen Elemente und der Zusammenstellung je nach Tag im Ablauf des Kirchenjahres.
Das Einführungsseminar erläutert die geschichtliche Entwicklung der Horen, den Aufbau, die einzelnen Elemente wie Psalmen, Hymnen, Gebete und deren Auswahl am jeweiligen Tag nach dem liturgischen Kalender. Die Teilnehmer bekommen einen Überblick über die derzeitigen Ausgaben in Druck bzw. digital mit dem Ziel, sich für eine dieser Formen entscheiden zu können: Stundenbuch der Kirche, Kleines Stundenbuch, Monastisches Stundenbuch, Monatsschriften, digitale Angebote online bzw. als Apps.
Die Mönche der Abtei laden dazu ein, die Form des monastischen Stundengebets durch Teilnahme an ihrer Tagzeitenliturgie in der konkreten Praxis kennenzulernen.

 

Beginn 18:00 Uhr | Ende 13:30 Uhr
Ü/VP EZ EUR 126,00 | ZBZ EUR 118,00 pro Person
zzgl. Kursgebühren EUR 65,00

 

  • Dieser Kurs wird auf Antrag als Studienwochenende bei der Ausbildung Liturgie im Fernkurs des Deutschen Liturgischen Instituts in Trier anerkannt.

 

 

17. Schweigeexerzitien für Priester und Diakone
16.-20.10.2017

Prälat Prof. Dr. Ludwig Mödl
Das geistliche Amt (Bischof – Priester – Diakon) und seine Aufgaben in der gegenwärtigen Kirche Gerade durch die Umstrukturierung vieler pastoraler Felder werden nicht Wenige in ihrer Berufung verunsichert. Sie fragen sich: Was ist meine eigentliche Aufgabe? Die Exerzitien möchten einige Klarstellungen versuchen.

Beginn 16:30 Uhr | Ende 09:00 Uhr nach dem Frühstück
Ü/VP EZ EUR 234,00
zzgl. Kursgebühren EUR 81,00

 

 

18. Biblisches Wochenende
27.10. - 29.10.2017

Prof. Dr. Franz-Xaver Sedlmeier
"Du hast das Jahr mit deiner Güte gekrönt" (Ps 65,12) - Mit Psalmen dem Schöpfer Dank sagen Anfang Oktober feiern die Christen "Erntedank", Anfang November "Allerheiligen". Auch dieses Fest ist wie ein großer Erntedank für all das, was Gott im Leben so vieler Menschen hat wachsen lassen.
Die Psalmen ermutigen dazu, auf das eigene Leben und unsere Lebenswelt zu schauen und all das wahrzunehmen, was geschieht, was da wächst - in uns und um uns.
Vor allem aber laden diese biblischen Gebete dazu ein, hellhörig zu werden und dem Schöpfer Dank zu sagen für die vielen Gaben, die er großzügig schenkt.
Wer Gott als Geber aller Gaben neu entdeckt, der findet hinein in eine neue Dankbarkeit, die ein Schlüssel zum Leben ist.
Mögliche Texte (Änderungen vorbehalten) sind: Psalm 8, Psalm 19, Psalm 42/43, Psalm 65, Psalm 67, Psalm 71, Psalm 85, Psalm 104, Psalm 126.

 

Beginn 18:00 Uhr | Ende 13:30 Uhr
Ü/VP EZ EUR 126,00 | ZBZ EUR 118,00 pro Person
zzgl. Kursgebühren EUR 75,00

 

 

19. Schweigeexerzitien für Priester und Diakone
06.-11.11.2017

Dr. Wilfried Hagemann
Wege zu einer dynamischen Spiritualität: Freundschaft mit Christus Wir entdecken mögliche Zugänge zu dieser Freundschaft (Wort der Bibel, Sakramente, Leiden der Menschen).
Wir vertiefen, was im einzelnen und in neuen Zellen von Kirche geschehen kann.
Wir schauen auf mögliche Wirkungen dieser Freundschaft: Einheit der Kirchen, Dialog der Religionen, konkrete Diakonie, Friedensarbeit.

 

Beginn 18:00 Uhr | Ende 09:00 Uhr nach dem Frühstück
Ü/VP EZ EUR 297,00
zzgl. Kursgebühren EUR 93,00

 

 

20. Bibelkurs
24.-26.11.2017

Abtprimas em. Prof. Dr. Notker Wolf OSB
Auf den Glaubensspuren des heiligen Paulus Paulus hat Jesus zwar in einer Lichtvision erfahren, hat ihn aber weder zu dessen Lebzeiten noch unmittelbar nach seiner Auferstehung erlebt. Er ist berufen wie die anderen Apostel, die Botschaft vom Auferstandenen unter die Menschen zu tragen. Er ist aber der letzte der Apostel, eine Nachgeburt, und das sind auch wir. Auch wir müssen die Botschaft von Jesus erst lernen und aufnehmen. Wir erfahren sie aus der Tradition und vertrauen ihr und den Zeugen. Unser Glaube an Jesus, den Auferstandenen, durchläuft Prüfungen und Zweifel. Es geht uns ähnlich wie dem heiligen Paulus. Im Blick auf seine Predigten und Briefe können wir unseren Glauben formen und zum Inhalt unseres Lebens machen.

 

Beginn 18:00 Uhr | Ende 13:30 Uhr
Ü/VP EZ EUR 126,00 | ZBZ EUR 118,00 pro Person
zzgl. Kursgebühren EUR 75,00

 

 

21. Choralkurs (Folge 17)
01.-03.12.2017

Prof. Stephan Zippe
Der Gregorianische Choral ist der der römischen Liturgie eigene Gesang.
Die Einstimmigkeit verleiht diesen Gesängen schon beim ersten Hören einen besonderen Charme. Welche Ausdruckskraft in ihnen steckt, das soll in diesem Kurs für die Teilnehmer erfahrbar werden. Im Mittelpunkt steht das gemeinsame Singen, daneben wird auch notwendiges Grundwissen vermittelt. Am Sonntagvormittag ist die musikalische Mitgestaltung der Eucharistiefeier in der Klosterkirche geplant. In diesem Zusammenhang sind in den Kursablauf immer wieder Stimmbildungseinheiten vorgesehen.
Neben allgemein Wissenswertem aus der Gregorianik liegt ein Schwerpunkt der Arbeit auf der rhythmischen Ausführung der Gesänge. Die Gregorianische Semiologie liefert heute das Knowhow dazu.
Voraussetzungen für die Kursteilnahme sind Interesse am Gregorianischen Choral und Freude am Umgang mit der eigenen Singstimme. Theoretische Kenntnisse dürfen gerne mitgebracht werden, sind für eine Teilnahme aber nicht unbedingt erforderlich.

 

Beginn 18:00 Uhr | Ende ca. 13:30 Uhr
Ü/VP EZ EUR 126,00 | ZBZ EUR 118,00 pro Person
zzgl. Kursgebühren EUR 65,00

 

  • Dieser Kurs wird auf Antrag als Studienwochenende bei der Ausbildung Liturgie im Fernkurs des Deutschen Liturgischen Instituts in Trier anerkannt.

 

 

22. Philosophisches Seminar
15.12. - 17.12.2017

Prof. Dr. Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz mit Prof. Dr. Hans-Bernhard Wuermeling
Das Kind als Wunschobjekt: Reproduktion in der Postmoderne Welche Auswirkungen hat es, daß Kinder heute „gemacht“ werden können? Die Eimutter, die Leihmutter, die Soziomutter, der Samenspender, der Soziovater... alle fügen sich in ein technisches Mosaik ein. Ist das vertretbar, oder wo liegen immer mehr erfahrungsmäßige Sperren für die Technik?
Dazu auch ein Blick auf Kinderlosigkeit als Schicksal: Auch sie kann Sinn haben - Mutterschaft und Vaterschaft als Reifungsschritt – auch ohne Kinder...

Beginn 18:00 Uhr | Ende 13:30 Uhr
Ü/VP EZ EUR 126,00 | ZBZ EUR 118,00 pro Person
zzgl. Kursgebühren 65,00 EUR

 

 

 

Anmeldeformular für Kuse

 

Weitere Informationen erhalten Sie über: 

Gästehaus St. Georg
Frater Matthias M. Risse OSB
Telefon 09441 6757-500
Telefax 09441 6757-537
gaestehaus@kloster-weltenburg.de 

 

Kursleitung Br. Michael Gebhart OSB 
Telefon 09441 204-162 
frami@kloster-weltenburg.de

 

Weltenburger Klosterbetriebe GmbH
Gästehaus 
Asamstraße 32
93309 Kelheim – Weltenburg

 

Siehe auch


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