Abtei St. Georg in Weltenburg

Die Kirche


kirchenfassadeDer Außenbau

Das Äußere der Kirche ist schlicht und einfach und läßt nicht den inneren Reichtum, ja nicht einmal die innere Raumgestaltung ahnen.

Nur die alles überragende Kuppel deutet auf eine Zentralanlage hin. Diese ist glatt verputzt und durch zwölf Fenster, abwechselnd oval und geschweift umrahmt, gegliedert.

Die Westfassade aus Haustein ist etwas reicher gestaltet und absichtlich nur eingeschossig gehalten mit zwei übereinandergesetzten Fenstern.

Verkröpfte Pilaster tragen ein abgestuftes Kranzgesims, das einen Dreiecksgiebel trägt.

Auf dem Giebeldach steht St. Benedikt.

Das Portal ist von Säulen flankiert. Darüber durchbricht ein loggienartiges Rundbogenfenster das Gesims.

 

Der Innenraum

 

Überblick

Klosterkirche Weltenburg

Das Innere ist klar in drei Räume aufgegliedert: die Vorhalle, den Hauptraum und das Presbyterium. 

Die Vorhalle weist als Grundriß eine Ellipse auf. Sie ist durch ionische Pilaster gegliedert. Ihre Decke ist flach. Darüber liegt der Psallierchor der Mönche und die Orgelempore mit einem Tonnengewölbe. Vorhalle und Psallierchor werden durch Fassadenfenster ausgelichtet. 

Der Hauptraum ist 19,5 m lang und 14,5 m bereit und stellt im Grundriß ebenfalls eine Ellipse dar. Über einer offenen Kuppel in 20 m Höhe ist er flach abgedeckt. Acht Säulen aus Weltenburger Marmor tragen die eingehängte, vorgewölbte Kuppelkonstruktion mit ihrem Scheitelausschnitt und zwölf Fenstern an der Außenwand der Kuppel. An das Oval des Hauptraumes sind rechts und links zwei 11,10 m hoche Flachnischen angesetzt. Eine weitere Aufgliederung bedeuten die vier übereck gestellten Altarnischen. Dieser bedeutende Grund- und Aufriß (Kuppelkonstruktion) steht nach Bernhard Kerber unter dem Einfluß von Berninis S. Andrea al Quirinale in Rom und den von ihm veröffentlichten Plänen von Andrea Pozzo als Vorstufe für Weltenburg. 

Das Presbyterium ist ein Rechteck mit angeschlossener halbrunder Apsis. Der Raum wird nach oben abgeschlossen durch ein Tonne- bzw. Lattengewölbe. Nord- und Südwand sind durch ein auf zwei Säulen ruhendes Oratorium mit vorkragendem Balkon unterbrochen. Durch drei rückwärts angebrachte Fenster wird dieser Raum besonders von der Morgensonne herrlich verklärt.

 

Die Vorhalle

Diese wurde 1751 von Anton Neu aus Prüfening, wohl nach den Ideen der Brüder Asam, so gestaltet, daß sie ihrer Aufgabe gerecht werden kann: den Besucher beim Betreten des Gotteshauses in die entsprechende innere Haltung zu versetzen. Durch drei Motive sucht sie dieses zu erreichen. 

1. Motiv 
Die vier Jahreszeiten in den Ecken kreuzweise springend: der Frühling mit seinen knospenden Zweigen, gegenüber der Sommer mit feinem Blumengebinde, der Herbst mit seinen Früchten und der Winter mit einem qualmenden Ofen. Das Ganze will symbolisch den Erdenweg des Menschen andeuten mit seiner Kindheit, seiner Jugendzeit, den Jahren sichtbaren Erfolges und den Tagen des Alters. 

2. Motiv 
Die Beichtstühle mit den Brustbildern der Bußheiligen Petrus und Magdalena. Sie weisen hin auf die Tatsache der Sünde und auf die Möglichkeit, dafür Sühne zu leisten und in der sakramentalen Beichte Verzeihung erlangen zu können. 

3. Motiv 
In vier Kartuschen am Deckenrand behandeln Stuckgebilde die vier letzten Dinge: 
Tod, dem niemand entrinnt, angedeutet durch die Zeichen der geistlichen und weltlichen Macht; 
Gericht über dem Fenster des Portals, mit den Symbolen der Gerechtigkeit Gottes: Waage, Schwert und Buch mit Richterspruch; 
Hölle, deren Darstellung von tiefer Symbolik ist: eine Schlange, die einen Kreis bildet, um die Endlosigkeit anzudeuten, Feuerflammen, Fackel, leeres Gefäß als Bilder für die Qual einer unstillbaren Gottessehnsucht;
Himmel als Schauendürfen ins Antlitz des Dreifaltigen Gottes (gleichseitiges Dreieck mit dem Auge der Allwissenheit und ein verklärtes Menschenherz). Das Gemälde an der Decke 1745 von Franz Asam (Sohn des Cosmas Damian Asam) stellt das jüngste Gericht dar. 

Der Raum der Vorhalle ist vom Architekten bewußt niedrig gewählt und besinnlich in seiner Ausstattung, um dem Besucher das Geschöpfsein ins Gedächtnis zurückzurufen und seine Kleinheit vor dem unendlichen Gott, zu dem er "Du" und "Vater" sagen darf. Um so befreiender wirkt dann der Eintritt in das Kuppeloval.

 

Klosterkirche Weltenburg

 

Der Hauptraum

ist gekennzeichnet durch eine harmonische Gliederung seiner Wände in vier große und vier kleine Nischen, durch seinen goldglänzenden Stuck und seine farbenfrohen Fresken an Decke und Wänden.

 

Die vier großen Nischen

Die erste befindet sich rückwärts und verbindet Vorhalle mit Hauptraum. Ihre obere Hälfte ist ausgefüllt durch die Orgel, die in ihren feingeschweiften Linien sehr wirkungsvoll die westliche Innenwand schmückt. Die untere Hälfte ist durch zwei Säulen noch einmal unterteilt. 

Die zweite große Nische an der Südseite ist durch ein Fresko ausgefüllt. Es zeigt die Ankunft von Benediktinern in Amerika mit dem Schiff "Santa Maria" des Christoph Columbus 1492. Das Felsgestein will auf die Landschaftsverbundenheit der Kirche hinweisen. 

Die dritte Nische ist die große Toröffnung zum Presbyterium. 

Die vierte ist wieder eine Flachnische, in die sehr geschickt die Kanzel aus Weltenburger Marmor hineinkomponiert wurde. Die beiden Gemäldehälften nehmen Bezug auf den das Evangelium predigenden St. Benedikt über dem Schalldeckel und halten das Echo seiner Worte fest: die linke Seite die Zustimmung, erläutert an Hand von Persönlichkeiten aus der Geschichte, die rechte Hälfte die Ablehnung in Allegorien (Stolz, Vergötzung irdischer Werte).

 

Auf den Hauptbögen der großen Nischen sitzen die bewegten Figuren der 4 Evangelisten Johannes, Matthäus, Markus und Lukas mit ihren Attributen Adler, Engel, Löwe, Stier. Die große Hohlkehle der Kuppel ist durch 8 verzierte Gurte in 4 schmale und 4 breite Felder eingeteilt. In den schmalen über den 4 Altären schweben auf edlem Brokathintergrund die Erzengel Michael, Gabriel, Raphael und Uriel. Die breiten schmücken 4 reich umrahmte, vergoldete Szenenbilder. Über dem Evangelisten Johannes der Tod St. Benedikt, über dem Evangelisten Matthäus die Begegnung des Gotenfürsten Totila mit St. Benedikt, über dem Evangelisten Markus der Tod seiner Schwester Scholastika, über dem Evangelisten Lukas der Bau des Klosters Monte Cassino. Der Rahmen des Kuppelausschnittes ist mit Ornamentik, Wolkengebilden und Engelgruppen belebt, die den Sternenreifen tragen. Zwischen diesem und der Brüstung schaut an der Südseite der Architekt und Maler herab: Cosmas Damian Asam in Künstlerkleidung seiner Zeit, im Deckenfresko schräg über ihm als Genius sein Bruder Egid Quirin.

 

Die vier kleinen Nischen

Sie sind durch Altäre ausgefüllt, die von Egid Quirin Asam stammen. In ihrem Aufbau sind sie alle gleich. Der Altartisch ist vorne mit Ornamenten reich geziert und vergoldet. Der Stuckmarmor setzt sich fort in den gewundenen Säulen, die ein ovales Relief und ein rechteckig umrahmtes Bild flankieren und in einen Baldachin aus feinstem Stuck einmünden. 

  • Der vordere Altar auf der Südseite hat im Relief St. Josef und auf dem Bild die Hlst. Dreifaltigkeit mit der Krönung Mariens; 
  • der vordere Altar der Nordseite Schutzengel und ein ergreifendes Kreuzigungsbild; 
  • der rückwärtige Altar der Südseite: im Relief Johannes Nepomuk, im Bild Maurus, den Plazidus rettend; 
  • der rückwärtige Altar der Nordseite: St. Scholastika, im Bild eine Vision St. Benedikts. 

Die drei letzteren stammen von Cosmas Damian Asam. 

 

Das Deckenfresko

Klosterkirche Weltenburgdes Hauptraumes stellt in gemalter Architektur mit Säulen, Gesims und Täfelung die verklärte Kirche dar. In der Kuppel der Hl. Geist als die Herzmitte der Kirche, vorne Gottvater und Gottsohn, wie sie Maria krönen. Darunter schließt sich die Aufnahme des Kirchenpatrons St. Georg an. Rechts davon die Allegorie "Triumphierende Kirche", Benedikt und Scholastika; dann an der Spitze des Konventes Abt Maurus Bächl mit Rauchmantel, daneben der Stukkator der Kirche Egid Quirin Asam als Genius gezeichnet, anschließend der hl. Martin und die beiden Regensburger Bischöfe Wolfgang und Emmeram und die hll. Frauen und Jungfrauen Helena, Ursula, Barbara, Katharina, an der Orgel Cäcilia, neben ihr König David und Vertreter des Alten Bundes; über der Kanzel die 12 Apostel und der Bayernapostel St. Rupert. 

Zusammenfassend kann gesagt werden, daß für Cosmas Damian Asam auch für diesen Raum eine tiefe theologische Konzeption bestimmend war. Er wollte den Kontrast herausgestellt wissen zwischen Licht und Dunkel als den Symbolen für menschliches Suchen, Tasten und Fragen nach Sinn und Wesen seiner selbst und der liebenden Antwort Gottes in seiner Offenbarung. Die Wucht der Materie, wie sie sich in den Säulen und Lisenen der unteren Partien zeigt und die nach oben hin mehr und mehr abnimmt und schließlich gänzlich sich auflöst, dies darf wohl sinnbildhaft als Andeutung der Verklärung alles geschaffenen Seins gewertet werden. Der ganze Raum - eine nicht zu überhörende Aufforderung: "Empor die Herzen"!

 

Das Presbyterium

Den Mittelpunkt des Presbyteriums bildet der Hauptaltar, ein ausgesprochener Bühnenaltar. Die Kulissen bilden je ein Paar gewundener Säulen, die für den in Rom geschulten Asam typisch sind. Belebt werden die Kulissen durch St. Martin links und St. Maurus mit den Zügen des Bauherrn rechts. Über dem Halbrundbogen eine reichgezierte Kartusche mit dem kurfürstlichen bayerischen Wappen; zwischen den Giebelstücken Aufnahme Mariens in den Himmel. Der drehbare Tabernakelaufsatz weist dreimal 3 Nischen auf, ist aus Holz und vergoldet. Die Hauptgruppe in der Mitte stellt den Kirchenpatron St. Georg dar, im Begriff, den Drachen zu töten und die von ihm bedrohte Königstochter zu befreien: ein Meisterwerk von Egid Quirin Asam. Hinter St. Georg in Freskoausführung an der Rückwand die Immakulata. Der Belichtungseffekt für die ganze Komposition wird durch 3 Fenster erreicht, die hinter den Kulissen und dem Giebel eingebaut sind. Die Seitenwände des Presbyteriums erfahren durch Oratorien eine lebhafte Gliederung. Versilberte Engel raffen über diesen mächtige rote Stuckdraperien. Das Deckenbild im Tonnengewölbe schildert die Stiftung des Klosters durch Tassilo III. und die Übernahme desselben durch St. Benedikt. 

St. Georg ist ein Märtyrer aus dem römischen Heer. Er ist eine historische Persönlichkeit, wenn auch das Dunkel, das über seinen näheren Lebensumständen liegt, nicht völlig erhellt werden kann. Der Darstellung auf dem Altar liegt eine Legende zugrunde, die erst im 12./13. Jahrhundert in Literatur und Kunst erscheint. Sie knüpft an das uralte Motiv des Kampfes zwischen Gutem und Bösem an, das im Kampf mit dem Drachen in zahlreichen Heiligenleben seinen Ausdruck fand.

 

Pastorale, BWV 590 

Die Orgel

Klosterkirche Weltenburg"Die Geschichte der Brandenstein-Orgel von 1729 beginnt mit dem Vertrag vom 22. Mai 1728, den Abt Maurus Bächel OSB mit dem Bürger und Orgelmacher zu Stadtamhof Johann Konrad Brandenstein (1695 - 1757) abschloß. Der Vertrag sah folgende Disposition vor: 

 

Manual 
Principal (8' feines Zinn) 
Octav (4' Zinn) 
Quint (3' Zinn) 
Mixtur 3fach (Zinn) 
Waldflauten (2' Zinn) 
Copel (8' Holz (gedeckt) ) 
Flauten (4' Holz) 
Viol di Gamba (8' Zinn) 
Echo (8' Zinn) 

 

Pedal 
Nono Baß (Zinn) 
Octav ( (8' Holz) 
Sub Baß (16' Holz gedeckt) 

 

Brandenstein erweiterte die Manualdisposition um zwei Register; außerdem teilte er die Gamba in Baß und Diskant. Bei dem Register Echo handelt es sich um ein schwach konisches Salicional. Der "Nono Baß" sollte - wie aus einem Angebot Brandenstein von 1729 für Kloster Rott am Inn hervorgeht - ein 2' -Register sein. Ob dieses Register je eingebaut wurde, erscheint fraglich. Das Gehäuse wurde von Johann Caspar Mayr, Bürger und Schreinermeister zu Stadtamhof, gefertigt. 

 

Zusammen mit der hochgezogenen Emporenbrüstung trennt dieses Gehäuse den dahinterliegenden Psallierchor optisch vom Kirchenraum ab ... Die Spielanlage der Orgel befindet sich an der Rückseite. Da das Instrument eine Doppelfunktion zu erfüllen hat - es ist einerseits dem Kirchenraum, andererseits dem Psallierchor zugeordnet -, weist es auch zwei Schauseiten auf. Die Brandenstein-Orgel blieb im Laufe der Zeit nicht unangetastet. 1792 führte Ludwig Ehrlich aus Lauingen offenbar größere Arbeiten aus. Weitere Reparaturen fielen lt. Inschrift in die Jahre 1823, 1859 und 1896 ... 
In den Jahren 1992 - 1995 wurde die Orgel durch die Firma Georg Jann in Laberweinting-Allkofen restauriert. Der Restaurierung gingen in mehrjähriger Arbeit umfangreiche Untersuchungen des vorhandenen Bestands, Archivstudien sowie die Auswertung von Daten, die an den Resten von Brandenstein-Orgeln in anderen Orten gewonnen werden konnten, voraus. Im Laufe der Restaurierungsarbeit konnte schließlich auch das Register Waldflauten 2' mit Hilfe von zehn Pfeifen, die sich im Diskant der Copel erhalten hatten, durch Teilrekonstruktion zurückgewonnen werden. Quint 1 1/3', ein neueres, uneinheitlich zusammengesetztes Register, verschwand nun aus der Disposition. Gänzlich neu gefertigt wurden Gamba 8', Gemshorn 4' und die Mixtur ... 
Charakteristisch ist der helle, prinzipalische Klang des Plenums, der ergänzt wird durch die diversen farblichen Valeurs im 8' - und 4' - Bereich, wodurch die Orgel sich auch für die Wiedergabe von Kompositionen aus jüngerer Zeit gut eignet." (Leicht gekürzte Wiedergabe einer Beschreibung der Orgel von Professor Alfred Reichling, Würzburg). 

 

Disposition
Manual 
Principal (8') 
Gamba-Basso (8') 
Gamba-Disk. (8') 
Echo (8') 
Copel (8') 
Flauten (4') 
Gembshorn (4') 
Qint (3') 
Waldflauten (2') 
Superoctav (2') 
Mixtur 3fach (1') 
Octav (4') 

 

Pedal 
Subbass (16') 
Octavbass (8') 

 

Manualumfang: C, D, E. F, G, A - c' 
Pedalumfang: C, D, E, F, G, A - a°. Über das Pedal erklingen auch die Manualregister, es ist also "angehängt" und hat zwei Pedalregister zusätzlich. 
Mechanische Trakturen, die in ihrem historischen Zustand belassen wurden. 
Die Windanlage arbeitet mit Ventilator und Magazinbalg oder nach Wahl mit drei rekonstruierten Keilbälgen, wie sie 1729 üblich waren; sie werden wahlweise wie früher mit den Händen oder durch Elektromotoren aufgezogen, so auch bei unserer Aufnahme. 

Zu hören ist die Orgel auf der CD Glocken und Orgeln der Bayerischen Benediktinerabteien Weltenburg - Metten - Niederaltaich

 

Volles Geläut - Vier Glocken 

Die Glocken

Die Glocken I - III stammen aus der Glockengießerei Otto, Hemelingen bei Bremen, 1948. Ihre Patrone sind St. Benedikt, St. Georgius und Hl. Schutzengel. 

I.g' + 2. "Die für Glocken typischen Abweichungen von den Tönen der temperierten Stimmung werden in Sechzehnteln eines Halbtones angegeben. Bezugston ist a' = 435 Hz." (Kurt Kramer in "Die Glocke und ihr Geläute"), Ø 102 cm, ca. 650 kg, Holzjoch, Stundenschlag der Uhr. 
Inschrift: 547 PAX 1947 JUBILATE DEO, Bildnis: "St. Benedictus". 

II.a' + 4, Ø 90,5 cm, ca. 500 kg Inschrift; ESTOTE FORTES IN BELLO - Seid standhaft im Kampf, Bildnis: ST. Georg. 

III. h' + 4, Ø 80 cm, ca. 320 kg. Inschrift: ANGELUS DEI VOBISCUM EST - Der Engel Gottes ist mit Euch. Bildnis: Ein Schutzengel. 

IV. Gegossen 1642 von Georg Schelchshorn in Regensburg, d" - 3, Ø 71,5 cm, ca. 250 kg. Viertelstundenschlag der Uhr. Inschriften: An der Schulter zweizeilig: CAMPANAM ISTAM FIERI CVRAVIT MATTHIAS ABBAS IN WELTENBVRG ANNO MDCXLII ( Dass diese Glocke gegossen wurde veranlasste Abt Matthias in Weltenburg im Jahre 1642). GEORG SCHELCHSHORN VON REGENSBVRG GOS MICH - AVS DEM FEVER FLOS ICH 
(In einem Kunstführer 1986 wird die Glocke unter den Künstler- und Handwerkernamen - Schelchshorn - irrtümlicherweise als "nicht mehr vorhanden" aufgeführt.) 

Zu hören sind die Glocken auf der CD Glocken und Orgeln der Bayerischen Benediktinerabteien Weltenburg - Metten - Niederaltaich

 

Bedeutung

Die Weltenburger Kirche ist räumlich die kleinste Abteikirche, aber künstlerisch eine der allerbesten. Die Romantik ihrer Landschaft und die Frömmigkeit ihrer Zeit wirken zusammen, um durch Architektur, Dekoration, Farbenspiel und Lichtwirkung ein Hauptwerk des großen süddeutschen Barocks entstehen zu lassen.

 

Der Baustil

Hinsichtlich ihres Baustils und ihrer Ausschmückung steht die Kirche zwischen Barock und Rokoko; insbesondere weist die Vorhalle, die zuletzt fertiggestellt wurde, Rokokomotive auf.

Im ganzen betrachtet ist sie ein Werk des bayerischen Hochbarocks.


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