Abtei St. Georg in Weltenburg

27.11.2014

Tagesabschnitt aus der Regel
des hl. Benedikt


Kapitel 48

1 Müßiggang ist der Seele Feind. Deshalb sollen die Brüder zu bestimmten Zeiten mit Handarbeit, zu bestimmten Stunden mit heiliger Lesung beschäftigt sein. 2 Und so meinen wir, durch folgende Verfügung die Zeit für beides ordnen zu können: 3 Von Ostern bis zum 1.Oktober verrichten sie morgens nach der Prim bis ungefähr zur vierten Stunde die notwendigen Arbeiten. 4 Von der vierten Stunde aber bis zur Sext sollen sie frei sein für die Lesung. 5 Nach der Sext und der Mahlzeit sollen sie unter völligem Schweigen auf ihren Betten ruhen. Will aber einer für sich lesen, dann lese er so, dass er keinen anderen stört. 6 Die Non werde früher gehalten, zur Mitte der achten Stunde; dann gehen sie bis zur Vesper wieder an die Arbeit. 7 Wenn es die Ortsverhältnisse oder die Armut fordern, dass sie die Ernte selber einbringen, sollen sie nicht traurig sein. 8 Sie sind dann wirklich Mönche, wenn sie wie unsere Väter und die Apostel von ihrer Hände Arbeit leben. 9 Alles aber geschehe der Kleinmütigen wegen maßvoll.
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