Abtei St. Georg in Weltenburg

5.3.2015

Tagesabschnitt aus der Regel
des hl. Benedikt


Kapitel 28

1 Wenn ein Bruder öfter für ein Vergehen zurechtgewiesen und wenn er sogar ausgeschlossen wurde, sich aber nicht gebessert hat, verschärfe man die Strafe, das heißt, er erhalte noch Rutenschläge. 2 Wenn er sich aber auch so nicht bessert oder wenn er gar, was ferne sei stolz und überheblich sein Verhalten verteidigen will, dann handle der Abt wie ein weiser Arzt. 3 Er wende zuerst lindernde Umschläge und Salben der Ermahnung an, dann die Arzneien der Heiligen Schrift und schließlich wie ein Brenneisen Ausschließung und Rutenschläge. 4 Wenn er dann sieht, dass seine Mühe keinen Erfolg hat, greife er zu dem, was noch stärker wirkt: Er und alle Brüder beten für den kranken Bruder, 5 dass der Herr, der alles vermag, ihm die Heilung schenkt. 6 Wenn er sich aber auch so nicht heilen lässt, dann erst setze der Abt das Messer zum Abschneiden an. Es gelte, was der Apostel sagt: "Schafft den Übeltäter weg aus eurer Mitte." 7 Und an anderer Stelle: "Wenn der Ungläubige gehen will, soll er gehen", 8 Ein räudiges Schaf soll nicht die ganze Herde anstecken.




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Klos­ter WUmschlagfoto Joachim Feistelten­burg                         

Geschichte und Gegenwart

Hrsg. Georg Schwai­ger
Wei­ßen­horn 2014. Lei­nen mit Schutz­um­schlag. 21,5x22,5 cm. 528 Sei­ten
mit 248 groß­teils far­bi­gen Tafelabbildungen.

ISBN 978-3-87437-472-9

EUR 29,90 -  hier bestel­len

 

Nun liegt erst­mals eine Gesamt­ge­schichte Wel­ten­burgs vor, her­aus­ge­ge­ben von Georg Schwai­ger, em. Pro­fes­sor für Mitt­lere und Neuere Kir­chen­ge­schichte an der Ludwig-Maximilians-Universität Mün­chen, mit Bei­trä­gen von 14 renom­mier­ten Fachautoren.

 

Der Band erscheint vor dem Hin­ter­grund der Hun­dert­jahr­feier der Erhe­bung des 1842 unter Lud­wig I. errich­te­ten Prio­rats zur Abtei im Jahre 1913 durch den letz­ten baye­ri­schen König Lud­wig III. Die neue Klos­ter­mo­no­gra­phie ist reich aus­ge­stat­tet mit aus­ge­such­ten, meist far­bi­gen Abbildungen.

 

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