Abtei St. Georg in Weltenburg

4.3.2015

Tagesabschnitt aus der Regel
des hl. Benedikt


Kapitel 27

1 Mit größter Sorge muss der Abt sich um die Brüder kümmern, die sich verfehlen, denn nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken. 2 Daher muss der Abt in jeder Hinsicht wie ein weiser Arzt vorgehen. Er schicke Senpekten, das heißt ältere weise Brüder. 3 Diese sollen den schwankenden Bruder im persönlichen Gespräch trösten und ihn zu Demut und Buße bewegen. Sie sollen ihn trösten, damit er nicht in zu tiefe Traurigkeit versinkt. 4 Es gelte, was der Apostel sagt: "Die Liebe zu ihm soll erstarken." Alle sollen für ihn beten. 5 Der Abt muss sich sehr darum sorgen und mit Gespür und großem Eifer danach streben, dass er keines der ihm anvertrauten Schafe verliert. 6 Er sei sich bewusst, dass er die Sorge für gebrechliche Menschen übernommen hat, nicht die Gewaltherrschaft über Gesunde. 7 Er fürchte das Drohwort des Propheten, durch das Gott sagt: "Was fett schien, habt ihr euch genommen, was schwach war, habt ihr weggestoßen." 8 Er ahme den Guten Hirten mit seinem Beispiel der Liebe nach: Neunundneunzig Schafe ließ er in den Bergen zurück und machte sich auf, um das eine verirrte Schaf zu suchen. 9 Mit dessen Schwäche hatte er so viel Mitleid, dass er es auf seinen heiligen Schultern nahm und so zur Herde zurücktrug.




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Klos­ter WUmschlagfoto Joachim Feistelten­burg                         

Geschichte und Gegenwart

Hrsg. Georg Schwai­ger
Wei­ßen­horn 2014. Lei­nen mit Schutz­um­schlag. 21,5x22,5 cm. 528 Sei­ten
mit 248 groß­teils far­bi­gen Tafelabbildungen.

ISBN 978-3-87437-472-9

EUR 29,90 -  hier bestel­len

 

Nun liegt erst­mals eine Gesamt­ge­schichte Wel­ten­burgs vor, her­aus­ge­ge­ben von Georg Schwai­ger, em. Pro­fes­sor für Mitt­lere und Neuere Kir­chen­ge­schichte an der Ludwig-Maximilians-Universität Mün­chen, mit Bei­trä­gen von 14 renom­mier­ten Fachautoren.

 

Der Band erscheint vor dem Hin­ter­grund der Hun­dert­jahr­feier der Erhe­bung des 1842 unter Lud­wig I. errich­te­ten Prio­rats zur Abtei im Jahre 1913 durch den letz­ten baye­ri­schen König Lud­wig III. Die neue Klos­ter­mo­no­gra­phie ist reich aus­ge­stat­tet mit aus­ge­such­ten, meist far­bi­gen Abbildungen.

 

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